Wer wir sind
Gesellschaft für ökologische Forschung e.V.: Ausgewählte Aktivitäten 1977 bis 2024
1977
Gründung der „Gesellschaft für sozialwissenschaftliche, technologische und ökologische Forschung e.V.“ (ab 1979 „Gesellschaft für ökologische Forschung e.V.“ (GÖF) in München durch sechs Natur-, Ingenieur- und Sozialwissenschaftler und eine Biologin.
Der gemeinnützige Verein GÖF dient laut Satzung der Forschung und Wissenschaft. Motiviert wurde die Gründung der GÖF auch durch die beginnende Diskussion über die weltweiten Folgen der Industrialisierung (Globalisierung) und die ökologischen und sozialen „Grenzen des Wachstums“ der Industriegesellschaften. Ein Grund war auch, dass zu dieser Zeit Umweltschutz und ökologische Fragestellungen an den Hochschulen kaum thematisiert worden waren.
Die GÖF hatte sich zum Ziel gesetzt, wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Erkenntnisse aus den Bereichen Ökologie, Technikkritik und Umweltschutz zu veröffentlichen, mögliche soziale und unsoziale Folgen zu skizzieren und Konzepte nachhaltiger Entwicklungen für ein größeres Publikum verständlich darzustellen. Als besonders fruchtbar hat sich dabei über Jahrzehnte unser interdisziplinärer Forschungsansatz herausgestellt.
Das Gründungsjahr begann mit den Projekten Technikgeschichte, Elektronische Datenverarbeitung und formalisiertes Denken, urbane Lebensstrukturen, industrielle Versorgung sowie deren Folgen auf Naturprozesse und alternative Technologien, insbesondere Sonnen- und Windenergie. Im Rahmen des Projektes Geschichte der Maschinerie haben wir das Buch Die Prinzipien wissenschaftlicher Betriebsführung von Frederick Winslow Taylor wieder veröffentlicht, das als historisches Dokument beginnender Automation zum Verständnis heutiger Produktions- und Lebensformen beiträgt. Vortragsveranstaltungen in gesellschaftspolitischen Institutionen und die Mitarbeit in Arbeitsgruppen verschiedener Umweltverbände sowie der Aufbau eines Zeitungsarchivs, einer Bibliothek und eines Bildarchivs begannen bereits im ersten Jahr und werden bis heute weitergeführt.
1978
Vortragsreihe an der Technischen Universität München unter dem Titel Es kann nicht sein, dass Verwüstung unser Nachlass ist und nichts sonst – mit Prof. Günter Kahnt (Universität Hohenheim) über Biologische Landwirtschaft, Carl Amery über Nachrichten aus der wahren Geschichte, Uwe Lupp (GÖF) über Datenverarbeitung und Gesellschaft, Prof. Max Thürkauf (Universität Basel) über die moralische Verantwortung der Naturwissenschaftler gegenüber dem Leben, Wolfgang Zängl (GÖF) über die Welt der Stadt und Prof. Hans-Dieter Bahr (Bremen) über Maschinen- und Körperfunktionen. Im gleichen Jahr: Beginn der Vorträge und Kurse zu Ökologie und Umweltschutz sowie vom Umgang mit Giften und Gärten in Volkshochschulen und Bildungswerken und erste Projekte zu anwendbaren Kleintechnologien im Energiebereich.







1979
Übersetzung und Herausgabe von Oublier Foucault von Jean Baudrillard. Vortrags- und Filmabende zu den Problemkreisen Technikgeschichte, Baurecht, Planung und Baustoffe, Energieeinsparmöglichkeiten, Dorfentwicklung, Ökologie und Umweltschutz. Beratung und Mitarbeit bei dem Film Das Leben nach der Wolke von Sabine Fröhlich über den Chemie-Unfall von Seveso 1976 (Mitarbeit: Sylvia Hamberger).
1980
Gründung vom Raben Verlag, in dem die GÖF die Bücher zu ökologischen Themen erscheinen. Film- und Vortragsabende zur Geschichte der Automobilisierung und des Straßenwesens. Untersuchung über historische und aktuelle Windkraftanlagen (Manfred Kaddatz), erste Energie- und Umweltspielwoche für Kinder und Jugendliche. Veröffentlichung von Uwe Lupp: Erdinger Moos – Eine Zukunft als Flughafenlandschaft macht jede Vergangenheit überflüssig. Diskussionsveranstaltungen mit Vertretern der Elektro-Industrie zu technischen Entwicklungen und gesellschaftspolitischen Auswirkungen.
1981
Veröffentlichungen und Aufsätze zu den Themen Gen-Technik, Hagelforschung und zur technisch-sozialen und historischen Bedeutung der Dampfmaschine von James Watt. Vorträge u.a. zur Entwicklung der Informationstechnik, zu Denkmalschutz und Denkmalpflege mit Kursen für Bauherren. Filmabende über die Zerstörung des Amazonas Regenwaldes, über Stadtentwicklung und Bodenspekulation.
1982
Veröffentlichung des Buches Selbstzerstörung von Jürgen Langenbach. Artikel in natur über die Rolle von VW do Brasil bei der Regenwaldzerstörung in Amazonien. Große Anzeige in der Süddeutschen Zeitung zur Problematik der damaligen Cadmiumproduktion der Firma Bärlocher im Münchner Norden. Vorträge zur Automatisierung des Warenvertriebes, zur Veränderung des Menschenbildes durch Naturwissenschaft und Technikentwicklung. Weiterführung der Diskussionsveranstaltungen mit Industrievertretern.
1983
Eröffnung der Ausstellung Grün kaputt — Landschaft und Gärten der Deutschen (Dieter Wieland, Peter M. Bode, Rüdiger Disko sowie Wolfgang Zängl und Sylvia Hamberger von der GÖF; diese Ausstellung wurde mit großem Erfolg über Jahre hinweg in vier Exemplaren gezeigt, das gleichnamige Buch erschien in vielen Auflagen im Raben Verlag. Herausgabe des Plakates München im Faschismus zum 50. Jahrestag der „Machtergreifung“. Eine weitere Vortragsreihe im Vortragssaal von ARRI in der Münchner Türkenstraße unter dem Titel Die Zukunft als Fabrik?: mit Prof. Peter C. Mayer-Tasch (München) über Internationale Umweltpolitik und die Herausforderungen an den Nationalstaat, mit Prof. Gustav Obermair (Regensburg) über Wissenschaft und Herrschaft, mit Prof. Günter Altner (Heidelberg) über Umweltethik – Grundsätze und Perspektiven und mit Uwe Lupp (GÖF) über Leben im Automaten – Konturen in einer von Datentechnik geprägten Welt, Wolfgang Zängl über Die Welt als Fabrik – Bericht über industrielle Kreisläufe und Sylvia Hamberger, Mona Winter über die neuen Mutanten – von Genfabrikationen und anderen Künstlichkeiten. Beginn der Begrünung des hiesigen Fabrikhofs in der Münchner Frohschammerstraße 14 als Modellprojekt mit Unterstützung der Stadt München.
1984
Vortragsveranstaltungen und Text-Bild-Collagen über die Geschichte der Gentechnologie in Wien und Berlin, über die Geschichte der Gärten, über neuere Arbeiten aus der Denkmalpflege – Widersprüchliches visualisiert an den Beispielen Kelheim, Neuschwanstein und Goethes Gartenhaus und über den Bau des Rhein-Main-Donau- Kanals. Teilnahme an den Ausstellungen Kanalkultur und Öffentliche Räume (Helmut Ambos). Vorträge und Diskussionsveranstaltungen zur technischen Entwicklung und zur Automobilisierung. Durchführung einer Verkehrszählung im Berufsverkehr am Mittleren Ring in München.
1985
Vorträge zur Automobilisierung, zu Computerfragen, zur künstlichen Intelligenz, zu neuen Medien und zur Geschichte der Hygiene mit Ton-Bild-Schau Der reine Glanz. Veranstaltungen mit Luis Carrera aus Peru zur Rekultivierung in Andentälern und mit John Seed über die Regenwaldzerstörung in Australien. Anzeige in der Süddeutschen Zeitung: Ökologische Bilanz 1985 – eine Auswahl geplanter, beschlossener und im Bau befindlicher Großprojekte in Bayern.
1986
Eröffnung der Ausstellung Alptraum Auto- Eine hundertjährige Erfindung und ihre Folgen (Peter M. Bode, Sylvia Hamberger, Wolfgang Zängl) im Münchner Stadtmuseum mit Vortragsreihen, Infoblatt Anregungen zur Minderung des Autoverkehrs, dazu eine umfangreiche Pressearbeit und zahlreiche Ausstellungseröffnungen in anderen Städten. Bis 1988 wurden zwei weitere Exemplare der Ausstellung erstellt. Das gleichnamige Buch wurde in fünf Auflagen insgesamt 65.000-mal verkauft. Für das Goethe-Institut wurde eine eigene Ausstellungsversion von Alptraum Auto erarbeitet, die weltweit gezeigt wird. Ökologie und Bedrohung des Amazonas Regenwaldes und indianischer Lebensweisen werden zu einem Schwerpunktthema mit Diskussionsveranstaltungen, Vorträgen und Vernetzungen zwischen verschiedenen Verbänden. Diverse Informationsveranstaltungen zu den Folgen von Tschernobyl.
1987
Beginn der langjährigen Fotodokumentation zu Waldsterben, Bergwald und Alpen mit Unterstützung von Greenpeace, die bis heute weitergeführt wird. Zur Vorbereitung der Dokumentation begann der Austausch mit Prof. Peter Schütt und Hochschulinstituten, mit Forstleuten und wald- und alpenspezifischen Arbeitskreisen von Umweltverbänden wie dem AK Wald des BUND. Die Vortragstätigkeiten werden weitergeführt zu: Natur im Reagenzglas, Jahr Eins nach Tschernobyl, ökologische Landwirtschaft. Diaserien für das Goethe-Institut zu Grün Kaputt und Alptraum Auto.
1988
Zahlreiche Eröffnungsveranstaltungen der Ausstellungen Grün kaputt und Alptraum Auto. Neuer Schwerpunkt mit Vorträgen und Fernsehdiskussionen zu Deutschlands Strom – Die Politik der Elektrifizierung von 1866 bis heute (Veröffentlichung der gleichnamigen Dissertation von Wolfgang Zängl im Campus Verlag, Frankfurt 1988). Weitere Vorträge zur Geschichte der Wasserkraft, zu Denkmalthemen und Architekturgeschichte, zur Zukunft des Tourismus und dem Anbau alter Apfelsorten. Vortragsreihe zu tropischen Regenwäldern, Fachlektorat und fachliche Betreuung verschiedener Umweltbücher im Raben Verlag: Beitrag in Zwielicht – Die Ökologie der künstlichen Helligkeit (Klaus Stanjek), Mord am Meer (Ken A. Gourlay), Abfallvermeidung – Stand und Perspektiven (Hg. AGÖF) und PKW, Bus oder Bahn? (Hg. Ulrich Höpfner, IFEU Heidelberg).
1989
Vorträge zur Geschichte der Gentechnologie, zu Alpen-Bergwald, Tourismus und Transit, Industriegeschichte und Elektrifizierung. Der Bereich regenerativer Energien wird mit Kursangeboten erweitert (Bau und Nutzung von Solaranlagen, Kleinwasserkraftanlagen (Manfred Kaddatz) und Biogas) Herausgabe von Buch und Diareihen Amazonien — Ein Lebensraum wird zerstört (Erich Pabst, Birgit Wilczek).
1990
Konzeption der Energieausstellung Himmel und Hölle — Wir setzen auf die Sonne (Wolfgang Zängl, Sylvia Hamberger) für das Greenpeace-Schiff. Weiterführung der Fotodokumentation über Waldsterben und Alpenzerstörung. Ausstellung Sein oder Nichtsein – Die industrielle Zerstörung der Natur (Sylvia Hamberger, Peter M. Bode, Oswald Baumeister, Wolfgang Zängl). Sie startete wie Grün kaputt und Alptraum Auto im Münchner Stadtmuseum und wurde hier in drei Monaten von etwa 50.000 Menschen besucht. Zur Ausstellung erscheint das gleichnamige Begleitbuch.
1991
Eröffnung von Himmel und Hölle auf dem Greenpeace-Energieschiff und Herausgabe des Begleitkataloges. Die schwimmende Wanderausstellung über Energie ging in 50 Städten vor Anker. Vorträge über indianische Kulturen in den Regenwäldern Südamerikas. Die Diareihe Amazonien wurde erweitert und aktualisiert. Studie zur Problematik wissenschaftlicher Grenzwerte, Broschüre von Sylvia Hamberger: Skitourismus – Ein Beitrag zur Zerstörung der Bergwelt. Für Greenpeace wird eine eigene Ausstellungsfassung von Alptraum Auto erstellt, die über die Greenpeace-Gruppen wandert. Für das Goethe-Institut wird eine eigene Version der Ausstellung Sein oder Nichtsein erarbeitet. In mehrere Sprachen übersetzt, wandert Sein oder Nichtsein zwischen 1992 und 1998 durch Europa, Afrika, Mittel- und Südamerika, Nahost und Asien und wird in über 50 Städten gezeigt.
1992
Mitgründung der Initiative Kein Patent auf Leben und Vortrag zur Geschichte der Gentechnologie in der Ringvorlesung an der TU München (Sylvia Hamberger). Fotodokumentation zu Gletscherski und Schneekanonen. Veröffentlichungen: Greenpeace-Spezial Wald (Sylvia Hamberger); Flüsse unter Strom von Sean McCutcheon mit einem Nachwort zum Energieträger Wasserstoff (Wolfgang Zängl); Elektro-Auto – Nein Danke! Eine kritische Dokumentation sowie das Buch ICE — Die Geisterbahn (Wolfgang Zängl); Zusammenarbeit mit dem WDR beim Film Strom für Deutschland (100 Jahre Stromwirtschaft). Vierteilige Serie in der Süddeutschen Zeitung zu den Problemen der Hochgeschwindigkeitsbahn von Wolfgang Zängl (Tempolimit für den ICE) und Artikel zu Stromwirtschaft und zum Elektroauto.
1993
Präsentation der Wald-Fotodokumentation bei einer Pressekonferenz mit Greenpeace anlässlich der Aktionskonferenz zum Waldsterben in Freudenstadt. Hier wurde auch die Ausstellung Sein oder Nichtsein mit einem erweiterten Waldteil gezeigt. Eröffnung der Ausstellung Kein schöner Wald (Sylvia Hamberger, Oswald Baumeister, Wolfgang Zängl) im Münchner Stadtmuseum und Herausgabe des gleichnamigen Buches. Fotovergleiche zum Waldsterben in zahlreichen Presseveröffentlichungen (Stern, Greenpeace-Magazin, Spiegel, Bild am Sonntag) und diversen Fernsehbeiträgen. Pressekonferenzen zum Krebsmaus-Patent im Rahmen des Einspruches der GÖF. Weitere Einsprüche und Informationsveranstaltungen gegen Patente auf Leben, Teilnahme an der Anhörung der Einsprecher anlässlich der Freisetzung genmanipulierter Zuckerrüben in Niederbayern. Kooperation mit dem Frankfurter Umweltdezernat beim Buch Energiekonsens — Der Streit um die zukünftige Energiepolitik. Artikel und Vorträge zu Elektroauto, Stromwirtschaft und ICE. Vom WDR wurde ein Film über die ökologische Umwandlung des alten Fabrikgeländes Frohschammerstr. 14 gedreht.
1994
Herstellung von zwei weiteren Exemplaren der Ausstellung Kein schöner Wald. Teilnahme an der Ausstellung Game Girl – Abwerten biotechnologischer Annahmen im Kunstverein München. Beratung von Presseorganen, Umwelt- und Verbraucherverbänden zu Patentierungsfragen von Lebewesen und Teilnahme an Einsprüchen gegen Patente auf Leben. Aufsätze zur Stromwirtschaft und elektromagnetischen Wellen; Beiträge für wissenschaftliche Bücher und Zeitschriften wie Politische Ökologie und Praxis Geographie. Veranstaltung zur Situation der Forstwirtschaft in Nepal.
1995
Präsentation der Ausstellung Kein schöner Wald in Österreich und der Schweiz. Veröffentlichung einer mehrteiligen Serie in der Süddeutschen Zeitung und einer Studie für Greenpeace zur Telematik und Veröffentlichung des Buches Der Telematik-Trick — Elektronische Autobahngebühren, Verkehrsleitsysteme und andere Milliardengeschäfte (Wolfgang Zängl). Pressekonferenz mit Greenpeace und Bergwaldprojekt zu Ozon und Waldsterben. Öffentlichkeitsarbeit und Teilnahme als Einsprechende bei der Einspruchsverhandlung zum Krebsmauspatent am Europäischen Patentamt (Christoph Then, Sylvia Hamberger). Weitere Einsprüche mit Kein Patent auf Leben am Europäischen Patentamt. Diskussionsveranstaltungen und Arbeitskreise zu den Themen Energie und Verkehr, Ökologische Waldnutzung und Zertifizierung.
1996
Ausstellung Atom — Energie ohne Zukunft: Zehn Jahre nach Tschernobyl. Vortrag über die Fotodokumentation Wald an der Uni München/Forstpolitik. Kongressteilnahmen, Diskussionsveranstaltungen und Beiträge zu Verkehrsleitsystemen und elektronischen Autobahngebühren. Erarbeitung von Materialien zur Patentierung auf Leben und zu Gen-Food. Vortragsveranstaltung über den Küstenregenwald Süd-Alaskas und seine Bedrohung. Unterstützung eines indianischen Modellprojektes in Amazonien. Fachpapier für den Bund Naturschutz zu Schneekanonen (Sylvia Hamberger, Axel Doering). Preis der Stadt München für vorbildliche Hofgestaltung im Kulturpark München, Frohschammerstraße 14.
1997
Alpenweite Fotorecherchen. Erarbeitung von Materialien für die Abgeordneten des Europäischen Parlamentes über die Patentierung von Lebewesen. Veröffentlichungen zu Verkehr. Vortragsreihe mit Pro Regenwald zu ökologischer Waldnutzung und Zertifizierung.
1998
Eröffnung der Ausstellung Schöne neue Alpen (Sylvia Hamberger, Oswald Baumeister, Rudi Erlacher, Wolfgang Zängl) und Herausgabe des gleichnamigen Buches. Vortragsreihe zur politischen und ökologischen Situation in den Alpen. Diskussionsveranstaltungen zu ICE und Verkehrsentwicklungen.
1999
Aktion vor der Süddeutschen Zeitung: Bitte keine Werbung in die Tageszeitung werfen! gegen den Papierverbrauch durch Werbebeilagen. Schweiz-Tournee von Schöne neue Alpen mit neuen Tafeln. Weiterer Ausbau der Fotodokumentation, insbesondere zu Klimaänderung und Naturkatastrophen in den Alpen. Beginn des Aufbaus der Materialsammlung historischer Gletscher-Bilder.
2000
Beginn der Recherchen zu historischen Gletscher-Fotovorlagen und der nunmehr über 25 Jahre dauernden Gletscher-Fotodokumentation mit den heutigen Vergleichsfotos an alpenweiten Standorten, die ebenso lang von Greenpeace unterstützt wurde. Aufbau einer Gletscherdatenbank für die historischen Fotodokumenente. Weiterführung der Fotodokumentation Wald und Alpen und zu Naturkatastrophen im Alpenraum. Recherche zu geplanten und im Bau befindlichen Skigebieten im Alpenraum – zusammen mit CIPRA International. Präsentation der Webseite der GÖF im Internet
2001
Fortführung der Fotodokumentation zur Gletscherschmelze. Kooperation mit dem Schweizer Alpinen Museum in Bern. Entnahme von Wasserproben diversen Gletschern. Weiterführung der Fotodokumentation Wald/Alpen. Teilnahme am Waldprogramm Bayern. Umfangreiche Publikation Mit Hochgeschwindigkeit in die Pleite — Dokumentation zum Bau der ICE-Strecke Nürnberg-Ingolstadt-München (Wolfgang Zängl) im Auftrag des Bund Naturschutz in Bayern.
2002
Aktualisierung der Ausstellung Schöne neue Alpen für das Internationale Jahr der Berge 2002 und für das 50-jährige Bestehen der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA, die die Ausstellung viersprachig in allen Alpenländern vergibt. Erweiterung des Gletscherarchivs und neue Webseite: www.gletscherarchiv.de, mit Gletschervergleichen und Texten zur Klimaänderung etc. Fortführung der vergleichenden Gletscherdokumentation. Berichte über die Gletscherdokumentation in Spiegel, Stern und weiteren in- und ausländischen Zeitungen und Zeitschriften sowie Fernsehberichte in Tagesthemen, Arte, Quer (BR) etc., Gletscherinfotafeln für Greenpeace-Gruppen. Eröffnung der kleinen Ausstellung Gletscher im Treibhaus (Wolfgang Zängl, Sylvia Hamberger, Daniela Grosse, Gerhard Rohrmoser) im Dezember in Berlin – mit dem damaligen Umweltminister Jürgen Trittin. Die Gletschervergleichsfotografie in den Alpen haben wir im Jahr 2000 begonnen und setzen sie bis heute in den Sommermonaten fort. Grundlage ist das Archiv alter Postkarten und Bilder. Die Fotovergleiche veröffentlichen wir vor allem auf unserer Webseite www.gletscherarchiv.de. Zu den Fototeams gehörten Wolfgang Zängl und Sylvia Hamberger, Daniela Grosse, Gerhard Rohrmoser, Ðore Kasimir, Françoise Funk-Salamí, Oswald Baumeister.
2003
Weitere Gletschervergleiche wurden dokumentiert für Vorbereitung von Buch und großer Ausstellung. Gletscher im Treibhaus.
2004
Eröffnung der großen Ausstellung Gletscher im Treibhaus im April 2004 im Alpinen Museum des DAV, die mit Unterstützung von Greenpeace und der Referate Gesundheit und Umwelt und Kultur der Landeshauptstadt München zustande kam. Die Ausstellung lief bis Februar 2005. Herausgabe des Buches Gletscher im Treibhaus“ mit über 160 Gletschervergleichen und zahlreichen Einzelbildern im Tecklenborg Verlag, Steinfurt. Verschiedene wissenschaftliche Aufsätze aus der Glaziologie, der Klimawissenschaft und anderen Forschungsgebieten ergänzen den umfangreichen Bildteil. Das Buch erscheint im renommierten Tecklenborg Verlag. Begleitprogramm zur Ausstellung in Kooperation mit dem DAV, der Landeshauptstadt München und Greenpeace: Veranstaltungen u.a. mit Bundesumweltminister Jürgen Trittin sowie dem Bayerischen Umweltminister Werner Schnappauf und Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Ausstellung hatte eine hohe Besucherresonanz und große publizistische Aufmerksamkeit in den Printmedien und im Fernsehen, wie z.B. in den ARD-Tagesthemen, im ZDF-heute journal, der BR-Rundschau etc. Eine kleine Ausstellungsversion „Gletscher im Treibhaus“ wanderte durch verschiedene Städte wie Schweinfurt, Aachen, Hindelang, Reutlingen, Salzburg und Hamburg. In Garmisch-Partenkirchen wird sie anlässlich der Sitzung des „Ständigen Ausschusses“ der Alpenkonvention gezeigt. Bei dieser Gelegenheit wird das Buch Gletscher im Treibhaus an die Umweltminister der Alpenkonventionsländer überreicht. Seminarveranstaltung der GÖF mit dem Bund Naturschutz und dem DAV zu: Ski und Rodel gut? Klimawandel und Wintersport. Die Waldvergleichsdokumentation wird auch im Jahr 2004 weitergeführt.
2005
Bis Februar 2005 lief die Ausstellung „Gletscher im Treibhaus“ im Alpinen Museum des DAV. Aktualisierung der Ausstellung Gletscher im Treibhaus und Eröffnungsveranstaltung an der Universität Zürich-Irchel (November 2005) mit Professor Wilfried Haeberli und Prof. Max Maisch. Vorher wurden einige der Exponate im Landesmuseum Vaduz/Liechtenstein gezeigt. Die Ausstellung geht von der Universität zur Swiss Re in Zürich und anschließend an die Hochschule für Technik / Lehrstuhl Landschaftsarchitektur nach Rapperswil. Die kleine Version der Ausstellung Gletscher im Treibhaus wird gezeigt in: Viernheim, Frankenthal, Sindelfingen, Oberkochen, auf dem Kirchentag in Hannover, Sonthofen, Ludwigsburg, Reinbek und Hamburg. Fortsetzung der Gletscherfotografie in Frankreich, der Schweiz, Österreich und Italien. Zum ersten Mal werden Vergleiche nach den eigenen Vorlagen der Jahre 2001 und 2002 fotografiert – mit sichtbaren Ergebnissen des beschleunigten Gletscherschwundes. Vorbereitung der Schweiz-Tournee der Ausstellung mit Greenpeace Deutschland, Greenpeace Schweiz, Büro Solèr und Bernhard, Zürich. Internationale Gletscherkontakte: u.a. Bruce Molnia / US-Geological Survey, Jeanne Sauber / NASA, Al Gore, Dr. Andreas Bauder / ETH Zürich, Prof. Dr. Wilfried Haeberli, Prof. Dr. Max Maisch / Uni Zürich Waldvergleichsfotografie: Fortführung der Vergleiche. Geplant ist eine Webseite „Waldarchiv“. Neue Webseite „Alpenarchiv“ mit dem Buch „Schöne neue Alpen“. Diese Webseite soll weiter ausgebaut werden: www.alpenarchiv.de Vorbereitende Planungen für eine Ökologie-Diskussion im Internet, Schwerpunkt u. a. deutsche Verkehrspolitik.
2006
Erneute Aktualisierung 2006 der großen Ausstellung „Gletscher im Treibhaus“ für das Schweizerische Alpine Museum in Bern. Eröffnung der Ausstellung in Bern mit Vorträgen von Sylvia Hamberger und Wolfgang Zängl am 31.8.2006. Die Ausstellungsvergabe der großen und kleinen Ausstellung Gletscher im Treibhaus war sehr erfolgreich. Wegen der großen Nachfrage hat die GÖF eine zweite kleine Ausstellung „Gletscher im Treibhaus“ mit 24 Bildtafeln erstellt. Die kleinen Ausstellungen wurden in mehreren deutschen Städten, auf der Zugspitze und auch im Europa-Parlament in Brüssel gezeigt.
2007
Neues Buch von Wolfgang Zängl: Rasen im Treibhaus – Warum wir ein Tempolimit brauchen. Das Buch wurde im April 2007 von der Gesellschaft herausgegeben und eine eigene Website dazu veröffentlicht (www.rasen-im-treibhaus.de) Die Gletscherdokumentation wird – auch nach den eigenen Bildern und bereits vorhandenen Vergleiche (Dreierschritte!) – weitergeführt. Kleine Ausstellung Gletscher im Treibhaus für die Veranstaltungsreihe Klimaherbst im Gasteig (mit Eröffnung). Erste Präsentation der 3er-Vergleiche und neue Bilder – Eröffnung durch Sylvia Hamberger und Prof. Max Maisch. Die Ausstellung Gletscher im Treibhaus wird gezeigt in Sion/Wallis (Gefängnis) und Frankreich, in Benediktbeuern, anlässlich der Tagung „Alpen und Klimawandel“ des BMU, eine italienische Version in Bozen und im Pustertal. In Bern fand im Februar eine große wissenschaftliche Tagung zu Alpen und Klimawandel anlässlich unserer Ausstellung im Schweizerischen Alpinen Museum statt (als Finissage). Walddokumentation: Schwerpunkt Bergwald und Klimawandel, Neue Fotovergleiche zu Bergwald und Rodungen für WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen, Stümpfling/Spitzingsee: Speicherseeausbau, Bergwaldrodungen etc. – Veröffentlichung in der taz und Planung für die Website „Waldarchiv“ Veröffentlichung von Der künstliche Winter von Sylvia Hamberger und Axel Doering in Zusammenarbeit mit dem AK Alpen des BN. Ein internes Diskussionspapier für den BN über die geplante Bewerbung für die „Olympischen Winterspiele 2018 – „München plus zwei“. Vorträge und Pressearbeit zu Tempolimit-Buch (Wolfgang Zängl).
2008
Fortsetzung der Gletscher-Vergleichsfotografie in Italien, Österreich und der Schweiz. Ausstellungsvergabe der großen und kleinen Ausstellungen „Gletscher im Treibhaus“ in Deutschland: Nationalpark Bayerischer Wald, Volkshochschule Reutlingen, Rathaus Metzingen, Schulen in Ingolstadt, VHS Leinfelden-Echterdingen, Alpinmuseum Kempten i. Allgäu, „Weltsalon“ beim Winter-Tollwood in München, in Frankreich: Schloss „Charance“ in Gap, in Italien: Naturparkhaus Fanes-Sennes-Prags, Naturparkhaus Trudner Horn und Naturparkhaus Sextner Dolomiten in der Provinz Bozen/Italien, als Sonderausstellung anlässlich des „World Environment Day“ im United Nations Office, Wien, bei der „Conference on Forests and Mountain Climate Change“ in Udine/Italien und bei der UNEP-Konferenz „Mountains as early indicators of climate change” an der University of Padova, Italien. In Österreich ist die kleine Version von „Gletscher im Treibhaus“ im Naturhistorischen Museum Wien als Dauerausstellung zu sehen. ZEIT-Reise von Gerhard Fitzthum mit Wolfgang Zängl und Daniela Grosse zu Gletschern im Lauterbrunnental, Gletscherführung für Gerhard Fitzthum und Reisegruppe
2009
Fortsetzung der Gletscher-Vergleichsfotografie in Österreich und der Schweiz. Koordination der Gletscherdokumentation mit der Schweizer Glaziologin Françoise Funk- Salamí Treffen mit Gerhard Fitzthum und Reisegruppe der ZEIT-Reise am Grimselpass (Sylvia Hamberger, Thomas Pampuch). Aktualisierung von www.gletscherarchiv.de mit neuen Vergleichsfotografien und Aktualisierung der Texte. Walddokumentation und Aktualisierung der neuen Webseite www.waldarchiv.de Neues Projekt: Kritische Auseinandersetzung mit der Bewerbung „München + 2“ für die Olympischen Winterspiele 2018 – Teilnahme an der DOSB-Klausurtagung zu „Umwelt“, Abfassung eines umfangreichen Tagungsprotokolls – Recherche zum Thema, Systematisierung und Aufarbeitung des vorliegenden Materials und Vorbereitung einer Webseite Vergleichs-Fotodokumentation über die Bauarbeiten mit Bergwaldrodungen an der Kandahar-Skipiste, Beschneiteich und Hornabfahrt für die WM 2011 in Garmisch- Partenkirchen (Axel Doering, Sylvia Hamberger). Wolfgang Zängl: Kritische Beiträge zu den Themen „Energiesparlampe“ und „Elektroauto“ auf der Webseite der GÖF. – Radiosendungen am 10.5.2009: in Bayern 2; Zündfunk,: „The Party is over“ (Redakteurin: Judith Schnaubelt) und am 1.12: auf M 94,5 zum Thema: Zukunft der Energie – Arbeit am Projekt Homo industrialis und dazugehörigem Archiv. Arbeitskreis Alpen des Bund Naturschutz: Für ihr diesbezügliches alpenpolitisches Engagement erhält Sylvia Hamberger die Naturschutzmedaille des BN.
2010
Neues Projekt: Nolympia – Kritische Auseinandersetzung mit der Bewerbung „München 2018“ für die Olympischen Winterspiele 2018. Hierfür erstellte die GÖF eine Website mit wissenschaftlichen Hintergrundmaterialien bezüglich drohender ökologischer, sozialer und finanzieller Schäden durch München 2018. Sie geht im Frühjahr 2010 ans Netz: www.nolympia.de. – Diverse Pressekonferenzen u.a. mit Bund Naturschutz – Nolympia-Netzwerk-Sitzungen, Kontakte zu Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau und Berchtesgaden Veranstaltungen (Podiumsdiskussion mit Stadtrat Nikolaus Gradl in der VHS Offene Akademie, Gasteig), Nolympia-Kontakte zu Annecy und Graubünden Fotodokumentationen in Schwaiganger und Ruhpolding, Inzell, Garmisch-Partenkirchen, auf dem Bundeswehrgelände und im Olympiapark in München. Gletscherdokumentation und Walddokumentation Fragestellungen und Ergebnisse des von der GÖF in Auftrag gegebenen Laborvergleichstest zu BT-Toxin-Nachweisverfahren in gentechnisch veränderten Pflanzen (Mais) wurde von den beteiligten Wissenschaftlern (Zürich und Budapest) Anfang Dezember in München vorgestellt (Christoph Then). „Gentechnisch veränderte Pappeln – eine ökologische Zeitbombe?“ von Dr. Christoph Then, Sylvia Hamberger in Zusammenarbeit mit Testbiotech und der GÖF. Fachtagung zu Transgenen Bäumen in Berlin.
2011
Nolympia: Die kritische Auseinandersetzung mit der Bewerbung „München 2018“ für die Olympischen Winterspiele 2018 haben wir bis zur Entscheidung über den Austragungsort 2018 im Juli 2011 intensiviert. Am 6.7.2011 in Durban erlitt die Bewerbung München 2018 eine Niederlage. Auch nach der IOC- Entscheidung für das südkoreanische Pyeongchang blieb unsere Webseite www.nolympia.de am Netz und wurde von Wolfgang Zängl kontinuierlich weitergeführt. Die weitere Bewerbung für „München 2022“ erschien uns wahrscheinlich. In Auftrag gegeben wurden: eine Stellungnahme zum „Bid Book München 2018“ durch Christian Hierneis und ein Rechtsgutachten bei Prof. Gerrit Manssen/Regensburg zum Host-City-Vertrag des IOC, dessen Ergebnisse bei einer Pressekonferenz vorgestellt wurden. Gletscherdokumentation und Walddokumentation wurden fortgeführt.
2012
Nolympia.de: Von Februar 2010 bis einschließlich Dezember 2012 hatte unsere Webseite über 450.000 Besucher. Chronologie und das Kritische Lexikon von Wolfgang Zängl boten (und bieten) die Möglichkeit, die Entwicklungen bei IOC, aber auch bei der Fifa und anderen internationalen Sportverbänden nachzuvollziehen und damit anhand der konkreten Handlungen und Zitate die Verursacher des Desasters Olympischer Spiele und anderer Sport-Großereignisse und die politischen, ökonomischen und ökologischen Konsequenzen zu benennen. Die Fotodokumentationen (z.B. zu „Graubünden 2022“) und die Literatursammlung zu Sport, Doping, autoritäre Regierungen wurden ebenfalls weitergeführt.
2013
Kontakte gab es u. a. zum Netzwerk Nolympia und dem Olympiakritischen Komitee Graubünden. Anlässlich der Anhörung im Graubündner Parlament am 5. und 6. Dezember 2013 besuchte Wolfgang Zängl das Olympiakritische Komitee Graubünden und gab dem Bündner Tagblatt ein Interview, das dort am 6.12.2013 erschien. Nolympia.de war und ist ein sehr erfolgreiches Projekt der GÖF, das zur gesellschaftlichen Debatte über Sport-Großveranstaltungen beigetragen hat. Schneekanonen – Fotodokumentation mit Texten vom Beschneibecken am Brauneck (bisher größtes Becken in Deutschland) und vom Sudelfeld (einer geplanten großräumigen Beschneiung mit Beschneibecken – mit Fotovergleichen von Axel Doering). Kein Patent auf Leben – Zusammenarbeit der GÖF mit Testbiotech: Die GÖF hat sich am Einspruch gegen ein Patent auf Schimpansen beteiligt. Die GÖF hat den Bürgerentscheid gegen die dritte Startbahn am Münchner Flughafen unterstützt. Wir begrüßten deshalb das ablehnende Votum der Münchner Bürgerinnen und Bürger zur dritten Startbahn. „Problemskizze zu den Aufgaben des Naturschutzes in der Energiewende“ (Axel Doering, Rudi Erlacher, Sylvia Hamberger). Das Papier ging an den Vorstand des BN und an CIPRA Deutschland sowie auch an andere Alpen-Umweltgruppen.
2014
Wolfgang Zängl: 19.1.2014: Podiumsdiskussion zur Tscherkessen-Ausstellung und den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 im Hamburger Völkerkundemuseum, 21.1.2014: Teilnahme an der Tagung der Doping-Opfer-Hilfe in Berlin, 24.11.2014: Diskussion mit Axel Doering und Wolfgang Zängl bei Nolympia Berlin in Berlin. Gletscherdokumentation: Über Greenpeace wurden Vergleiche an die Medien gegeben: und z.B. auf spiegelonline publiziert. Gletschervergleiche wurden veröffentlicht u.a. in: Schulbüchern, Veröffentlichungen des Schweiz. Umwelt Departement zu Klimapolitik, Internationale Komm. zum Schutz des Rheins, Klimabündnis Österreich, Stadt Luzern, Reiss- Engelhorn Museen Mannheim, Süddeutsche Zeitung. Eine neuere Version der kleinen Ausstellung Gletscher im Treibhaus wurde vom Naturhistorischen Museum Wien erworben und wird dort als ständige Ausstellung innerhalb der Abteilung Erdgeschichte-Klima gezeigt. Mitarbeit an der Ausstellung Alpen unter Druck vom Alpinen Museum des DAV in München mit Texten (Sylvia Hamberger) und Fotografien aus dem umfangreichen Bildarchiv der GÖF. Kunstschnee: Die Fotodokumentation mit Hintergrundtexten haben wir unter www.goef.de/kunstschnee weiter geführt: vor allem mit Vergleichsbildern der Bauarbeiten von Beschneiungsanlagen und Speicherbecken am Sudelfeld. Im Herbst 2014 haben wir mit der Recherche für eine umfangreiche Studie begonnen, die 2015 unter dem Titel „Der gekaufte Winter“ auf den Webseiten veröffentlicht wurde (siehe oben).
2015
Nolympia: Die Website www.nolympia.de wird ab 2016 in reduzierter Form weitergeführt. Das Kritische Olympische Lexikon mit nunmehr 245 Stichworten von Wolfgang Zängl stieß bei Sportjournalisten und mit Sport Befassten nach wie vor auf große Resonanz. Kunstschnee: Vergleichsbilder vom Ausbau am Sudelfeld. Die Studie Der gekaufte Winter (Sylvia Hamberger, Axel Doering) wurde am 8.12.2015 zusammen mit dem Bund Naturschutz, mit CIPRA Deutschland und CIPRA International der Presse vorgestellt. Die Presseresonanz war sehr gut. Auf der Webseite www.goef.de/kunstschnee / „Kunstschnee Studien“, wurden die Gesamtstudie, eine Kurzfassung und Pressestimmen veröffentlicht. Kein Patent auf Leben: Weitere Zusammenarbeit der GÖF mit Testbiotech: Die GÖF hat sich u.a. an weiteren Einsprüchen gegen Patente auf Schimpansen und auf gentechnisch veränderte Pflanzen beteiligt. Vortrag von Wolfgang Zängl am 28.10.2015 im Rahmen von Klimaherbst München: Das System des Homo industrialis – Einführung in das finale Denken (veröffentlicht unter: www.goef.de/aktuell)
2016
Gletscherdokumentation: Im Sommer 2016 wurde die Gletscher-Vergleichsfotografie fortgesetzt: In Österreich: Pasterze; in der Schweiz: Soglio/Sciora-Gletscher, Saas Fee: diverse Standorte, Turtmanntal: Turtmanngletscher, Brunegggletscher, Wallis: Rhonegletscher, Aletschgletscher von Märjelen, Engadin: Diavolezza und Morteratsch Gletscher. Die Abflüsse der Oberengadiner Gletscher mit dem Zusammenfluss in Berninabach und dem Fluss Flaz, der bei Samedan in den Inn fließt, wurden fotografisch dokumentiert. Die Webseite des Gletscherarchivs wird in ein neues System übertragen und aktualisiert (York von Wittern, Bernhard Henselmann). Die Walddokumentation wurde bereits 1987 unter dem Eindruck des Waldsterbens begonnen und bis heute fortgeführt. Die Anregung kam von Wolfgang Lohbeck und wurde von Greenpeace bis heute unterstützt. Fotografiert werden verschiedene Bergwälder in den Alpen und einige Waldbereiche in den bayerischen Mittelgebirgen – möglichst von den gleichen Standorten. Obwohl der Wald nicht immer deutlich sichtbar leidet, ist sein Zustand keineswegs so gesund wie angenommen. Nicht nur die immer noch viel zu hohe Luftverschmutzung, auch der Klimawandel macht den Wäldern zu schaffen (Sylvia Hamberger, Oswald Baumeister). Kunstschnee: Die Resonanz auf die Studie Der gekaufte Winter der GÖF in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz war sowohl bei Naturschutzverbänden im Alpenraum als auch bei der Presse sehr gut. Inhalte der Studie wurden in Zeitungen und Radiosendungen aufgegriffen. Auch im Herbst 2016 gab es diverse Presseanfragen und Interviews zum Thema Kunstschnee. Riedberger Horn, Allgäu Als Mitglied der CIPRA Deutschland arbeitete die GÖF zusammen mit anderen Naturschutz- und Umweltverbänden zur Causa „Riedberger Horn“ im Allgäu. Dort sollte eine Skischaukel gebaut werden, die allen Vorgaben der Zone C des bayerischen Alpenplans sowie anderen Vorgaben wie dem Bodenschutzprotokoll der Alpenkonvention widerspricht. Informationen und Fotos wurden auf der Webseite unter „Aktuelles“ veröffentlicht. (Siehe unten unter 2017: Rechtsgutachten Prof. Manssen) Aktive Teilnahme und Beratung der GÖF bei der Arbeitsgruppe „Dialog Degrowth“: Von denkhausBremen initiiert, diskutieren Umweltverbände mit Postwachstumsakteuren Handlungsoptionen für eine „ressourcenleichte Lebens- und Wirtschaftsweise“. Weitere Zusammenarbeit der GÖF mit Testbiotech: Die GÖF steht im Austausch mit Testbiotech zu wichtigen Themen, insbesondere dem Projekt „Der Gentechnik Grenzen setzen!“, der Unterstützung einer Klage am Europäischen Gerichtshof EuGH gegen die Zulassung der Gentechnik-Soja Intacta (Monsanto) den Einsprüchen gegen Patente auf Schimpansen (u.a. Max-Planck-Gesellschaft) und einem Workshop zu Tierversuchen mit VertreterInnen der Politik in Berlin.
2017
Presseeinladung der GÖF mit CIPRA Deutschland am 23.1.2017: Rechtsgutachten von Prof. Gerrit Manssen im Auftrag der GÖF belegt die juristische Unwirksamkeit der Gemeinderatsbeschlüsse zur Skierschließung am Riedberger Horn. 14.2.2017: In der Rundschau des BR informierte Wolfgang Zängl als Studiogast über den Film „Chasing Ice“ Mai 1977 bis Mai 2017: „40 Jahre Gesellschaft für ökologische Forschung“
2018
Fortsetzung der Gletscherfotografie in Österreich und der Schweiz unter schwierigen Wetterbedingungen. Juli 2018: Die Webseite Irrtum Elektroauto von Wolfgang Zängl geht ans Netz: mit einer Chronologie seit 1992 und einem Kritischen Elektroauto-Lexikon mit 110 Stichworten Kritisches Papier zum E-Bike in den Alpen von Sylvia Hamberger und Axel Doering in Zusammenarbeit mit dem AK Alpen des Bund Naturschutz. Zusammenarbeit der GÖF mit anderen Naturschutz- und Umweltverbänden bei „Alpenplan“ und Riedberger Horn“ Zusammenarbeit mit der AG Bioökonomie und Testbiotech. GÖF-Mitglied Axel Doering wurde im November 2018 neuer Präsident von CIPRA Deutschland. Vorträge und Pressekontakte zum Thema Gletscher
Mitarbeit von Sylvia Hamberger im AK Alpen des BN, im Bergwaldprojekt, im BAK Wald des BUND etc. Wie jedes Jahr führte York von Wittern das digitale Bildarchiv und die Internetseite www.gletscherarchiv.de weiter.
2019
Im Jahr 2019 fotografieren wir in der 20. Saison Gletschervergleiche. Fortsetzung der Gletschervergleiche in Österreich und der Schweiz unter wiederum schwierigen Wetterbedingungen Waldvergleiche im Bergwald Fortführung der Webseite www.irrtum-elektroauto.de mit über 200 Stichworten im Lexikon Neue Auflage von „Das E-Bike im alpinen Raum“ (Sylvia Hamberger, Axel Doering). Kooperation mit der Fotoagentur argum bezüglich digitaler Speichertechniken und Aufnahmetechniken der Gletscher Kooperation mit Prof. Ottmar Holdenrieder/Zürich zu Baumkrankheiten und Wald Vortrag von Wolfgang Zängl zu Grün kaputt 1983, heute und morgen“ im November 2019 in Landau/Isar Vortrag von Sylvia Hamberger über Gletscher bei Naturfreunde-Seminar/Kochel, Mitarbeit im AK Alpen/BN, Bergwaldprojekt, BAK Wald/BUND, AG Wald/Forum für Umwelt und Entwicklung,
2020
Durch die Corona-Pandemie waren sowohl die Gletscherfotografie als auch persönliche Kontakte nur sehr eingeschränkt möglich. Hinzu kamen erneut sehr schlechte Wetterverhältnisse in den Alpen. Die Webseite www.elektroauto.de wurde bis Ende 2020 laufend aktualisiert. Ab Mitte 2020 begann Wolfgang Zängl mit den Vorbereitungen an der neuen Webseite zur Immobiliensituation in München mit den verhängnisvollen Folgen für Ökologie und Natur in der Stadt. Der Aufbau einer Fotodokumentation begann im Sommer 2020. Die Walddiskussion verschärfte sich durch die Klimaerwärmung und die langen Trockenphasen. Die Fronten verliefen zwischen Abräumen der toten Bäume bzw. Wälder und dem Stehenlassen der abgestorbenen Bäume. Oswald Baumeister hat hierfür Standorte im Taunus und im Harz fotografiert bzw. mit Drohne beflogen. Die Zusammenarbeit mit dem AK Alpen wurde fortgesetzt; die Veröffentlichung des Papiers von Sylvia Hamberger und Axel Doering hatte 2020 eine große Resonanz.
2021
Durch die Corona-Pandemie waren auch im Jahr 2021 Fototouren, die Besuche der Alpenländer als auch persönliche Treffen mit ökologischen Institutionen stark eingeschränkt. Die Gletscherfotografie konnte aus diesem Grund wieder nur sehr reduziert erfolgen; erschwerend waren Altschnee sowie schlechte Wetterverhältnisse und Schneefälle im Sommer. Vergleiche wurden vom Gletscher Pasterze in Österreich gemacht. Das industriekritische Zeitungsarchiv wurde weitergeführt. Die Arbeit an der neuen Webseite zur Situation der Immobilienentwicklung in München und deren ökologische Folgen wurde das ganze Jahr 2021 weitergeführt. Die Chronologie umfasst den Zeitraum 1982 bis 2021 und wird laufend aktualisiert. Das Kritische Immobilien-Lexikon hat derzeit über 260 Stichworte und wird ebenfalls laufend aktualisiert. . Dazu wurde eine Bibliothek mit Fachliteratur zu urbanen Fragen und speziell zu Natur und Umwelt in München aufgebaut, die laufend ergänzt wird. Mit dem Aufbau eines entsprechenden Fotoarchivs mit fünfstelliger Datenbank wurde im Sommer 2020 begonnen und weitgehend bis Dezember 2021 abgeschlossen. Es wurden etwa 300 verschiedene Orte und Baustellen in München erfasst. Die Präsentation der fertigen Webseite im Internet ist für März 2022 geplant.
Aktualisiert wurden im Internet: www.gletscherarchiv.de, www.irrtum-elektroauto.de, www.waldarchiv.de.
York von Wittern führte das digitale Bildarchiv und die Internetseite www.gletscherarchiv.de weiter. Diskussionen von Sylvia Hamberger über Windkraft im Wald und andere ökologische Fragen und Mitarbeit in AK Alpen, Gruppe Wald, CIPRA Deutschland und anderen Organisationen. Vorbereitung der „Grainauer Gespräche“ für Herbst 2022 durch Sylvia Hamberger und Rudi Erlacher.
Kooperation mit Kein Patent auf Leben und Testbiotech“ und Teilnahme an Einsprüchen gegen mehrere Patente auf Primaten bis hin zu Menschenaffen. Zusammenarbeit mit dem Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg über München und Olympische Spiele 1972/ und die Bewerbungen 2018/2022 Das Fabrikgebäude Frohschammerstr. 14 wurde im Oktober 2021 unter Denkmalschutz gestellt.
2022
Im März erfolgte die Veröffentlichung der Webseite von Wolfgang Zängl: Moloch München – Eine Stadt wird verkauft (www.moloch-muenchen.de). Die Chronologie behandelt den Zeitraum von 1982 bis August 2023. Das „Kritische Immobilien-Lexikon“ umfasst über 300 Stichworte. Eine große Fotodokumentation über architektonische und ökologische Zerstörungen in München wurde angelegt, zahlreiche Kontakte zu Bürgerinitiativen geknüpft, viele Pressekontakte hergestellt.
5.9.2022: Artikel über Wolfgang Zängl und Moloch München, die GÖF und den Kulturpark München über das Areal Frohschammerstraße 14 in der Süddeutschen Zeitung. In diesem Zusammenhang wurde hier eine Fotoausstellung zum gefährdeten Eggarten und seiner Tier- und Pflanzenwelt gezeigt. Am 23. September 2022 erhielt die GÖF den Albert Mountain Award für die Fotodokumentation der Gletschervergleiche in Bern verliehen. Aus der Laudatio von Prof. Wilfried Haeberli: „Diese vorbildliche Kommunikation trägt wesentlich dazu bei, Öffentlichkeit und Politik für Fragen des globalen Klimawandels und seiner Folgen in Hochgebirgsregionen zu sensibilisieren. Der Verlust eines Großteils des Gletschervolumens weltweit ist heute bereits wesentlich vorbestimmt. Das weitergeführte Gletscherarchiv wird dadurch zunehmend zu einer kostbaren Erinnerungsdokumentation für zukünftige Generationen, liefert darüber hinaus aber auch eine wichtige Grundlage zur öffentlichen Reflexion über den nachhaltigen Umgang mit neu entstehenden Landschaften im ehemals vergletscherten Hochgebirge.“ Zusammenarbeit mit dem Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg für eine Ausstellung über München, Olympische Spiele und die Initiative „Nolympia“.
2023
Im Sommer 2023 wurden folgende Vergleiche fotografiert: Jamtalferner (Österreich), Cambrena-Gletscher, Morteratsch, Tschiervagletscher, Sellagletscher, Fedoz-Gletscher, Feegletscher, Unterer und Oberer Grindelwaldgletscher, Eigergletscher, Jungfraufirn, Giessengletscher, Aletschgletscher (Schweiz). Auftauen des Permafrosts: Auch das „unterirdische Eis“ im Berg schmilzt – nicht nur in Gletscherbereichen, weiteres Alarmzeichen im Klimawandel. Deshalb wurde die Fotodokumentation um Vergleiche wie den Bergsturz im Fluchthornmassiv in Tirol erweitert, wo am 11. Juni 2023 mehr als 100.000 Kubikmeter Gestein von einem Alpengipfel ins Tal gestürzt sind. Verheerende Bergstürze in den Alpen sind in den letzten Jahren vermehrt vorgekommen: z. B. im Jahr 2017 am Piz Cengalo bei Bondo im Schweizer Bergell. Auch dieser Bergsturz wurde von uns fotografisch dokumentiert und veröffentlicht.. Im Mai 2023 wurde das Schweizer Alpendorf Brienz im Schweizer Kanton Graubünden evakuiert, weil Felsmassen auf den Ort abzurutschen drohten: Auch hierzu wurden Vergleiche fotografiert und im Internet veröffentlicht. Die ersten Grainauer Gespräche fanden im Herbst 2023 zum Thema „Übertourismus“ statt.
2024
Die Fotografie Gletschervergleiche 2024 in der nunmehr 25. Saison wurden fortgesetzt: an der Zugspitze, in den Stubaier Alpen, an der Pasterze/Großglockner, im Wallis und in Graubünden. Kontakte erfolgten u. a. mit CIPRA Deutschland und CIPRA International, Bund Naturschutz, Greenpeace Landesbüro Bayern, Prof. Ottmar Holdenrieder/Zürich, Rudi Erlacher DAV/VzSdB) Im Dezember 2024 brachte Wolfgang Zängl sein Anwesen Frohschammerstr. 14 in München in seine Stiftung Ökologie und Naturschutz ein. *
Vorstand 2026
Sylvia Hamberger, Helmut Ambos, Dr. Christoph Then
Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle auch an unsere Mitglieder, Förderer und Freunde der
GÖF.